20.06.2017

F-Turniere und Spielfeste Herbst 2017

Donnerstag, 22.06.2017 ab 10 Uhr Anmeldungen Heim-F-Turniere und -Spielfeste im Club Corner

19.06.2017

Erfolgreiche Absolventen des Diplom C+

Neue Trainer mit dem Diplom C+

16.06.2017

Der neue FIFA Test für SR und SRA

Gilt ab nächster Saison 2017/18 für SR der 3. Liga und höher und sämtliche SRA

15.06.2017

FC Lommiswil ist Sieger der Aufstiegsspiele 3./2. Liga

FC Lommiswil und FC Oensingen steigen in die 2. Liga auf

Solothurner Fussballverband

Tandem-SR: Erfolgreich gestartet

Der Solothurner Fussballverband SOFV geht neue Wege in der Schiedsrichter-Ausbildung. Als erste Region der Schweiz bietet der SOFV seit der laufenden Saison das Projekt "Tandem-Schiedsrichter" an.

Erfolgreich, wie Thomas Peduzzi, Präsident der Schiedsrichter-Kommission, resümiert: „Wir haben seit August 19 Tandem-Spiele durchgeführt und haben ausschliesslich positive Rückmeldungen erhalten – von den erfahrenen und den neuen Schiedsrichtern.“ (Siehe Erfahrungsberichte unten)

Bei Tandem-SR werden Neu-Schiedsrichter von bereits erfahrenen Schiedsrichtern auf dem Spielfeld gecoacht. Der Neu-Schiedsrichter läuft während einer Halbzeit mit einem Profi mit und beobachtet, in der Pause wird gewechselt: Der Neu-Schiedsrichter übernimmt, der Profi schaut zu und coacht, greift aber nicht mehr aktiv in das Spiel ein.

„Den Schiedsrichter-Neulingen soll so der Einstieg erleichtert werden und dem "Praxisschock" entgegengewirkt werden“, erklärt Thomas Peduzzi. Das Ziel sei klar: „Wir wollen neue Kandidatinnen und Kandidaten langfristig für die Schiedsrichterei begeistern.“ Es scheint, als könnte das mit Tandem-SR gelingen. Klar ist für Peduzzi: „Wir sind vom Projekt überzeugt und werden es beim nächsten Lehrgang im kommenden Frühling wieder anwenden.“

Fragen zu "Tandem-Schiedsrichter" können an sofv-sk@football.ch gerichtet werden.


Erfahrungen

Tobias Baumann: Schiedsrichter, Stv. Grundausbildungschef, Instruktor

Wie hat es sich für dich angefühlt, als Schiedsrichter und gleichzeitig als Coach auf dem Platz zu stehen?
Es war eine Umstellung. Denn bis jetzt war der „Götti“ am Seitenrand und konnte keinen Einfluss nehmen am Spielgeschehen. Jetzt stehen wir beim ersten Spiel mit auf dem Platz, daran muss man sich zuerst gewöhnen.

Welche besonderen Herausforderungen stellt Tandem-SR an den erfahrenen Schiedsrichter?
Es braucht eindeutig mehr als Tandem-SR. Man muss sich auf das Spiel, auf den Neu-Schiedsrichter und die Umgebung konzentrieren. Während dem Spiel spricht man auch mit dem Neu-Schiedsrichter und daher braucht es noch mehr Kraft und Ausdauer. Zudem müssen natürlich die Regelkenntnisse absolut auf dem neusten Stand sein, denn der Neu-Schiedsrichter stellt auch Fragen. Zu guter Letzt muss der bereits erfahrene Schiedsrichter auch in den administrativen Tätigkeiten wie Spielnotizen, Spielrapport, Coachingbericht etc. überzeugen und vor allem sollte er es dem Neu-Schiedsrichter so vermitteln können, dass dieser es versteht und annehmen kann.

Wieso denkst du, ist dieses Angebot ein Mehrwert für die Neu-Schiedsrichter?
Wir wollen die Nervosität der Neu-Schiedsrichter vermindern, indem wir beim ersten Spiel ein aktives Coaching anbieten. Wir erhoffen uns, dass der Sprung ins kalte Wasser so etwas angenehmer ist und sie den Spass und die Motivation an der neuen Tätigkeit nicht sofort wieder verlieren. Letztendlich sollen so mehr junge Schiedsrichter längerfristig aktiv bleiben, so dass wir in Zukunft in jeder Liga genug motivierte und qualitative Unparteiische begrüssen können.

Inwiefern kann der erfahrene Schiedsrichter auf dem Platz profitieren?
Der erfahrene Schiedsrichter wird gefordert, kann aber neue Erfahrungen sammeln. Die Begleitung auf Platz ist für den erfahrenen Schiedsrichter etwas Neues und fördert seine Führungskompetenzen. Denn Schiedsrichter zu sein bedeutet nicht nur Spiele zu leiten, sondern es ist auch eine Lebensschule, in der man die Persönlichkeit weiterentwickeln kann. Das habe ich als junger Schiedsrichter selber erleben dürfen.

Wie hat sich Linard angestellt?
Linard war ein sehr angenehmer Neu-Schiedsrichter. Nach anfänglicher Nervosität war er immer Spiel. Er konnte meine Tipps während der gesamten Partie korrekt umsetzten. Er war von der ersten Minute an sehr am Spiel interessiert und hat sich sehr gut vorbereitet. Man konnte erkennen, dass er seine Ausbildung in Arosa durchlaufen hatte. Da hatte er eine ganze Woche Zeit um alles zu lernen. Zum Vergleich: In unserer Region dauert der Hauptkurs nur 1 Wochenende.

 

Linard Burkhardt: Neu-Schiedsrichter

Wie hast du dein erstes Spiel als ausgebildeter Schiedsrichter erlebt?
Ich fand es am Anfang ein bisschen komisch. Nachdem es aber losgegangen war, fand ich es sehr cool.

Hat es dir geholfen, dass ein bereits erfahrener Schiedsrichter mit dir auf dem Platz stand, oder hat es dich zusätzlich etwas nervös gemacht?
Ich war vor allem sehr gespannt wie sie so ist, die Schiedsrichterei. Natürlich war ich nervös vor meinem ersten Spiel. Dass ein erfahrener Schiedsrichter mit auf dem Platz stand, hat mir die Angst genommen.

Inwiefern denkst du, dass das Projekt Tandem-SR Neu-Schiedsrichtern helfen kann beim Einstieg in das anspruchsvolle Hobby?
Das Wichtigste: Die Erfahrung hat mir sehr geholfen, mich auf die nächsten Spiele vorzubereiten. Ich denke, dass ich mich dank dem Tandem-Einsatz im zweiten Spiel bereits gut verhalten konnte. Im Detail hat es mir zum Beispiel geholfen, das Stellungsspiel einzuüben. Ich empfehle es jedem.

Wie zufrieden warst du mit deinem Coach?
Tobias war ein guter Coach für mich. Ich habe sehr viel profitiert. Ich finde das Projekt Tandem-SR ein sehr gutes Förderungsprojekt für Neu-Schiedsrichter.

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